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Heizung und Heizungsmodernisierung in Würzburg: Welche Heizung ist die Richtige für mich?

Wer heutzutage die Wahl hat, sich für eine neue Heizung zu entscheiden, kann aus vielen verschiedenen Arten wählen: Die enorme Vielfalt der Heizungsarten macht es mitunter schwierig, die richtige Entscheidung zu treffen. Wir stellen die gängigsten Arten und ihre besonderen Eigenschaften sowie Vor- und Nachteile nachfolgend vor.

Die verschiedenen Heizungsarten im Überblick

Warum lohnt sich die Anschaffung einer neuen Heizungsanlage?

Insbesondere in Altbauten sind oft noch Heizungssysteme verbaut, die seit mehreren Jahrzehnten in Betrieb sind und daher oft keine allzu guten Wirkungsgrad mehr aufweisen. Veraltete Heizungssysteme verursachen häufig hohe Kosten – genau deshalb ist es auch so wichtig, sich im Zuge einer Sanierung auch für eine neue Anlage zu entscheiden. Doch welche Variante ist die beste und welche Vor- und Nachteile gibt es? Auch die Kosten sind natürlich nicht unwichtig. Wir stellen dir nun die wichtigsten Systeme vor.

Gasheizung

Ein Gas-Heizungssystem zählt wie auch die Ölheizung zu den Anlagen, die sich fest auf dem Markt etabliert haben. Gasbetriebene Heizungen werden seit Jahrzehnten in vielen Wohnhäusern verbaut – und das nicht ohne Grund. Sie sind vergleichsweise preiswert in der Anschaffung, in der Wartung und im Betrieb. Zudem lässt sie sich auch an den Heizkörpern relativ einfach warten und bedienen.
Hierzulande ist die mit Gas funktionierende Heizung die am weitesten verbreitete Heizungsart in privaten Gebäuden, darüber hinaus weist sie eine bessere CO2-Bilanz auf als beispielsweise Ölheizungen.

Viele moderne Systeme lassen sich darüber hinaus mit der effizienten Brennwerttechnik kombinieren, bei der die Wärme aus dem Verbrennungsvorgang von Abgasen genutzt wird. Auf diese Weise kann eine Brennwertheizung einen hervorragenden Wirkungsgrad erzielen, der unter idealen Bedingungen bis zu 98 Prozenz betragen kann. Ebenfalls von Vorteil ist, dass Heizungen mit Gas nur wenig Platz beanspruchen – es ist kein Lagerraum nötig, sondern nur ein Gasanschluss. Eine Grundvoraussetzung für den Betrieb ist somit die Möglichkeit, einen Gasanschluss installieren und nutzen zu können. Für eine besonders umweltfreundliche Lösung gibt es die Möglichkeit, Bio-Gas zu nutzen und die Anlage mit regenerativen Energien – wie beispielsweise der Solarthermie – zu verbinden. Eine Hybridheizung kombiniert umweltschonende erneuerbare Energien mit einer ausgereiften Technologie.

Ölheizung

Nach Gas-Heizsystemen gelten Heizsysteme mit Öl in Deutschland als die am zweithäufigsten verbreitete Heizungsart – wenngleich sie in den letzten Jahren aufgrund steigender Ölpreise und umweltfreundlicherer Alternativen immer mehr ersetzt wurde. Ölheizsysteme haben den Nachteil, dass der Tank und der Heizkessel einen Lagerraum benötigen – das beansprucht eine Menge Platz. Zudem verbrennt die Heizung wertvolle fossile Rohstoffe (Erdöl) und ist daher keine zukunftsfähige Lösung.
Trotzdem gibt es auch Vorteile: Heizsysteme mit Öl weisen einen außerordentlich hohen Wirkungsgrad auf, zudem kann der Tank zu einem beliebigen Zeitpunkt aufgefüllt werden – so lassen sich die Kosten in gewisser Hinsicht auch etwas mitbestimmen. Weil es inzwischen aber deutlich umweltfreundlichere Lösungen gibt, entscheiden sich Bauherren heutzutage kaum noch für Ölheizsysteme. Ab 2026 ist zudem nur noch ein Betrieb in Kombination mit erneuerbaren Energien erlaubt.

Pelletheizung

Bei der Pelletheizung handelt es sich wie bei der Holzheizung um eine besonders ressourcenschonende Heizungsart: Sie nutzt den nachwachsenden, natürlichen Rohstoff Holz als Brennstoff. Dieser muss nicht auf manuellem Wege nachgelegt werden, da moderne Anlagen mit integrierten Fördersystemen ausgestattet sind. Ein Nachteil: Pelletkessel benötigen viel Platz und lassen sich daher nicht überall unterbringen. Das Wichtigste ist bei dieser Heizungsvariante, dass der Betriebsraum korrekt belüftet wird, so dass sich giftiges, bekanntlich geruchloses Kohlenmonoxid nicht in der Raumluft ansammeln und zu Vergiftungen führen kann. Moderne Pelletheizsysteme erreichen Wirkungsgrade von mehr als 90 Prozent und gelten damit als besonders wirtschaftliche Lösung. Das macht sie insbesondere in Niedrigenergie- und Passivhäusern zu einer langfristig sinnvollen Heizungsart.

Elektroheizung

Wenn es um Elektroheizungen geht, scheiden sich die Geister: Zwar ist sie in der Anschaffung relativ preiswert, doch im laufenden Betrieb teuer. Elektroheizungen kommen ganz ohne Heizkessel, Leitungen oder Lagerraum aus – stattdessen wird die Wärme über das System selbst produziert. Die Heizung erfolgt also durch Strom. Zwar ist diese Heizungsart sehr effizient, aber bringt den Nachteil mitunter hoher Energiekosten mit sich. Dazu kommt, dass wir noch immer einen großen Teil unseres Haushaltsstroms aus fossilen Energien oder sogar aus umstrittenen Atomkraftwerken beziehen. So nutzt du effizient weniger als 50 Prozent der Heizenergie aus dem eigentlichen Gerät. So lange wir in Deutschland nicht mehr Ökostrom produzieren, zählen E-Heizungen zu den eher weniger ökologisch verträglichen Lösungen. Aus umweltfreundlicher Sicht ist es deshalb anzuraten, diese Heizungsart mit erneuerbaren Energien zu verbinden – wie einer Solaranlage. Dadurch lässt sich der Wirkungsgrad deutlich steigern.

Wärmepumpen

Wärmepumpen nutzen die Umgebungswärme effektiv zur Aufbereitung von Warmwasser. Die Technologie lässt sich am ehesten mit der Funktionsweise eines Kühlschranks vergleichen – allerdings verkehrtherum. Bei der Wärmepumpe handelt es sich um ein regeneratives Heizsystem – dennoch ist sie für einen reibungslosen Betrieb auf eine durchgehende Stromzufuhr angewiesen. Das verursacht laufende Kosten, die nicht zu unterschätzen sind. Zudem gibt es bei den Bauarten Unterschiede: So kann man zwischen einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe, einer Luft-Wasser-Wärmepumpe oder auch einer Sole-Wasser-Wärmepumpe wählen. Verbrauchst du nur wenig Energie, dann lohnt sich die Installation einer Wärmepumpe aufgrund ihrer vergleichsweise teuren Anschaffungskosten eher weniger. Hier kommt es deshalb ganz besonders darauf an, bereits im Vorfeld seinen Verbrauch zu kennen, um die richtige Entscheidung zu treffen.

Solarthermieheizungen

Dank einer Solarthermieanlage lässt sich Sonnenlicht in Wärme umwandeln. Diese wird dann entweder zum Heizen oder für die Aufbereitung von Warmwasser bereitgestellt. Da die nutzbare Energie durch den Sonnenstand, eine mögliche Verschattung oder durch Wolken am Himmel nicht immer in gleicher Menge produziert werden kann, nutzen viele Hausbesitzer diese Heizvariante in Kombination mit einer weiteren Anlage. So bietet es sich zum Beispiel an, ein Gas Brennwertkessel als Basis und die Solarthermie-Anlage als Zusatz zu nutzen.
Die erzeugte Energie wird bis zu ihrem Verbrauch in einem sogenannten Pufferspeicher gelagert. Denn meist wird sie erst dann benötigt, wenn die Sonnentage weniger werden – und es somit auch kühler zu Hause ist.

Entscheidest du dich für die Installation einer Solarthermieanlage, erfordert die Installation eine umfassende Planung. Fest steht, dass diese Heizvariante im Vergleich zu den eher teureren gehört. Deshalb ist es für viele Bauherren sinnvoller, als Erstes eine Grundsicherung einzubauen – wie beispielsweise eine klassische Gasheizung. Diese kann dann später noch durch Solarthermie ergänzt werden. Tipp: Installiert man direkt am Anfang einen ausreichend geräumigen Pufferspeicher, muss dieser später nicht aufwändig ausgetauscht werden.

Du hast eine Frage zur Heizungsart? Dann melde dich gerne bei uns unter 0171 3316718 oder 0151 65260084 oder direkt hier über das Kontaktformular!

Die einzelnen Heizungsarten – was bei den Kosten wichtig ist

Für die meisten Bauherren spielen neben der Effizienz und der ökologischen Verträglichkeit auch die Kosten eine zentrale Rolle bei der Wahl einer Heizungsanlage. Hier überzeugen klar Gasheizungen, wenn es um den Verbrauch und die Kosten für die Anschaffung geht. Dennoch solltest du berücksichtigen, dass der eigentliche Verbrauch auch mit der Energieeffizienz eines Gebäudes zusammenhängt und nicht nur mit der Leistung der Anlage. Wer sparsam heizt, verbraucht langfristig auch weniger Heizenergie – und spart damit bares Geld.

Übrigens: Für umweltfreundliche Heizungssysteme gibt es von der KfW-Bank und der BAFA verschiedene Fördermöglichkeiten. Die Beantragung von Fördergeldern muss allerdings zwingend vor Baubeginn gestellt werden, um Anspruch darauf zu haben.

Fazit: Die Wahl der richtigen Heizung hängt von vielen Faktoren ab

Ganz egal, ob du ein Haus bauen oder sanieren möchtest – eine energieeffiziente und gleichzeitig kostensparende Anlage ist eine sinnvolle Investition. Fossile Ressourcen wie Erdöl kommen immer weniger zum Einsatz und werden durch neue, umweltfreundlichere Lösungen ersetzt. Deshalb ist es umso wichtiger, sich vor der Entscheidung für eine Heizung mit den verschiedenen Varianten und Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Zu berücksichtigen sind dabei viele Faktoren – seien es der vorhandene Platz im Haus, um eventuell einen Lagerraum bereitzustellen, oder auch Aspekte wie die laufenden Kosten oder der eigene Verbrauch. Wer all diese Punkte im Auge behält und seine Entscheidung sorgfältig trifft, wird auch langfristig mit seiner Wahl zufrieden sein.